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17. April 2025

Freiwillige Feuerwehr Hilchenbach


50 Jahre Harald Stecher und Freiwillige Feuerwehr Hilchenbach – das war’s...
noch lange nicht!

Die Freiwillige Feuerwehr Hilchenbach hatte sich einiges einfallen lassen, um ihren langjährigen Leiter Harald Stecher zu verabschieden. Zusammen mit seiner Ehefrau Sibylle holten ihn die Kameraden zu Hause mit der neuen Drehleiter ab. Begleitet von weiteren Feuerwehrfahrzeugen wurde er so zur Carl-Kraemer-Realschule befördert. Hier erwartete das Paar ein Spalier aller Gäste, dass sich von der Jung-Stilling-Allee bis zum Eingang der Schulaula erstreckte.  

Ehre, wem Ehre gebührt – und so genoss Harald Stecher auch diese Begrüßung! 

Als Gastgeber der Verabschiedung eröffnete Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis den offiziellen Teil der Veranstaltung. In seiner Laudatio ging er kurz auf die lange Karriere von Harald Stecher von der Jugendfeuerwehr bis zum Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Hilchenbach seit 24. November 2010 ein. Dabei machte Kyrillos Kaioglidis deutlich, dass Harald Stecher sich nicht nur als „Chef“, sondern immer auch als Kamerad gesehen hat: „Wir konnten uns immer darauf verlassen, dass Du da bist, wenn es im wahrsten Sinne des Wortes brennt. Du warst mit Herzblut und Leidenschaft dabei und hast nicht nur gut delegiert: Als der Deutsche Hof im Dezember 2016 abbrannte, hast Du als Einsatzleiter die Kettensäge in die Hand genommen und einen Baum gefällt, um Platz für die Drehleiter zu schaffen. Ein gutes Beispiel dafür, dass Du anpackst, wenn es drauf ankommt.“  

Aber auch seine Leitungsfunktion hat Harald Stecher immer im Sinne „seiner“ Feuerwehr wahrgenommen, konnte der Bürgermeister aus eigener Erfahrung in der Zusammenarbeit berichten: „Du hattest aber auch im Blick, wo es im übertragenen Sinne gebrannt hat. Wo müssen wir investieren, was fehlt der Hilchenbacher Feuerwehr? Du hattest ein offenes Ohr für Deine Kameradinnen und Kameraden und wusstest, wo der Schuh drückt. Gemeinsam haben wir dann Prioritäten gesetzt und trotz schwieriger finanzieller Haushaltslage das Bestmögliche für die Feuerwehr rausgeholt.“  

Kyrillos Kaioglidis vergaß nicht zu erwähnen, wer im Hintergrund entscheidend dazu beigetragen hat, dass Harald Stecher sich ehrenamtlich in dieser herausragenden Weise einsetzen konnte. Neben seiner Familie benannte der Bürgermeister bewusst auch seinen Arbeitgeber: „An dieser Stelle möchte ich mich auch ganz herzlich bei der Geschäftsführung der Bauunternehmung Günther aus Netphen bedanken. Marlies und Elmar Neuser sowie Maximilian Günther sind heute für das Unternehmen hier: Ohne verständnisvolle Arbeitgeber, wie Sie es über all die Jahre waren und sind, hätte Harald Stecher seinen Feuerwehrdienst nicht so zuverlässig ausüben können, wie er es getan hat. Ich rechne Ihnen diese Unterstützung hoch an.“  

Als Vorsitzender des für die Feuerwehr zuständigen Bau- und Verkehrsausschuss machte André Jung augenzwinkernd deutlich, dass er zur Vorbereitung seiner Rede die Künstliche Intelligenz bemüht hatte, um mehr über einen gewissen „Harald Stecher“ zu erfahren. Und tatsächlich war er fündig geworden und konnte so erfahren, dass Harald Stecher ein langjähriger Leiter der Freiwilligen Feuerwehr Hilchenbach ist und sich durch großes Engagement auszeichnet. Tatsächlich war diese Botschaft nichts Neues, denn auch André Jung kann auf eine lange und sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit Harald Stecher dank immer einstimmiger, kommunalpolitischer Unterstützung für alle Anliegen der Feuerwehr zurückblicken. Das wichtigste war dabei, nie an der Sicherheit für die Kameradinnen und Kameraden zu sparen. 

André Jung dankte Harald Stecher daher auch sehr gerne im Namen des gesamten Rates der Stadt Hilchenbach für die Führungsverantwortung, die er übernommen hat, und seinen unermüdlichen Einsatz.  

Harald Stecher – Leitung mit Kompetenz, Führungsstärke und Menschlichkeit  

Praktisch untermauern konnte diese Wertschätzung des Rates Kyrillos Kaioglidis mit einer besonderen Überraschung für Harald Stecher. In der öffentlichen Ratssitzung am 9. April 2025 war er verabschiedet und Karsten Lewitz zu seinem Nachfolger ernannt worden. Der zu diesem Zeitpunkt schon ehemalige Leiter wurde allerdings nochmals Thema im nichtöffentlichen Teil. Gewohnt einstimmig hat der Rat der Stadt Hilchenbach Harald Stecher nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Einsatzdienst die Bezeichnung „Ehren-Stadtbrandinspektor“ verliehen. Sehr berührt durch diese besondere Ehre nahm Harald Stecher die Urkunde entgegen.  

Seinen Dank schloss Kyrillos Kaioglidis mit folgenden Worten: „Kurz gesagt: Du hast die Feuerwehr mit Kompetenz, Führungsstärke und Menschlichkeit geleitet. Wir würdigen Dich für Deine herausragenden Dienste und danken Dir für Deinen jahrzehntelangen Einsatz für die Gemeinschaft.“ 

Anschließend tauschten sich der neue und der ehemalige Kreisbrandmeister, Thomas Tremmel und Bernd Schneider, in einem launigen Gespräch über ihren Kameraden Harald Stecher aus und erzählten den Gästen die ein oder andere Anekdote. Eine besondere Rolle spielte dabei die Tatsache, dass sich Harald Stecher selbst als „Computer-Allergiker“ sieht. Auch Thomas Tremmel und Bernd Schneider hatten noch eine offizielle Ehrung dabei. Sie überreichten dem langjährigen Feuerwehr-Chef das Deutsche Feuerwehrehrenkreuz in Silber. 

An einem unterhaltsamen und kurzweiligen Abend schlossen sich Gruß- und Dankesworte der Wehrführer aus dem gesamten Kreisgebiet sowie der Einheitsführer aller Hilchenbacher Einheiten an. Auch die Jugendfeuerwehr und die Kinderfeuerwehr waren vertreten, Letztgenannte sogar mit einem feuerwehrspezifischen Auftritt, der Harald Stecher viel Freude bereitete. Immerhin hatte er als Feuerwehrleiter die Kinderfeuerwehr bereits 2012 in Hilchenbach, genau genommen in Dahlbruch ins Leben gerufen.  

Dem neuen Feuerwehrleiter Karsten Lewitz war vorbehalten, den Auftritt der Hilchenbach Feuerwehr mit einer sehr guten Nachricht abzuschließen. Er überreichte Harald Stecher die Aufnahme in die Unterstützungsabteilung der Feuerwehreinheit in Helberhausen. Niemals geht man so ganz!  

In einem kurzen Schlusswort zum offiziellen Teil ließ Harald Stecher seinen Weg in der Feuerwehr seit seinem Eintritt in die Jugendfeuerwehr bis jetzt in launigen, teilweise auch sentimentalen Worten Revue passieren. Mit stehenden Ovationen und viel Beifall würdigten die Gäste den Einsatz und die offenen und ehrlichen Worte von Harald Stecher. Anschließend gehörte die Bühne dem Musikverein Müsen, der die Veranstaltung ebenso wie der Feuerwehrchor mit sehr gelungen Musikdarbietungen bereichert hatte.