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Fachbereich Bauen
Nahwärme Schulhügel: Hilchenbachs neue innovative Heizzentrale ist seit Anfang Dezember in Betrieb
Auf der Suche nach einer energieeffizienteren Möglichkeit zu heizen, setzt die Stadt Hilchenbach jetzt auf die SWK ENERGIE GmbH einer 100%igen Tochter der SWK STADTWERKE KKREFELD AG. Nach einer europaweiten Ausschreibung zur Wärmeversorgung des Schulzentrums „Schulhügel“ der Stadt Hilchenbach, erhielt die SWK ENERGIE GmbH (SWK) im April diesen Jahres den Zuschlag. Innerhalb kürzester Zeit hat die SWK die neue Heizzentrale und das ca. 500m lange Nahwärmenetz am „Schulhügel“ errichtet. Insgesamt werden zwei Schulgebäude und drei Turnhallen mit Wärme und warmen Wasser versorgt.
Bürgermeister der Stadt Hilchenbach Holger Menzel: „Es gab viele Varianten, doch die SWK überzeugte uns mit Ihrem innovativen Konzept. Die Verbesserung der Wirtschaftlichkeit und eine Reduzierung des Primärenergieverbrauchs waren maßgebend bei unserer Entscheidung zur Energieoptimierung mit diesem sicheren und gleichzeitig günstigen System der zentralen Wärmeversorgung. Darüber hinaus, war es für uns sehr wichtig, dass die SWK die Umsetzung des Projektes sowie die nun anstehenden Wartungen der Anlage mit lokalen Betrieben aus unserer Region hier vor Ort durchführt.“
Die Heizzentrale steht auf einer Fläche von rund 300 Quadratmetern und umfasst den Holzkessel mit einer Leistung von 400 Kilowatt, einen Pufferspeicher für 50.000 Liter (333 Badewannen voll mit Wasser) und bis 90 Grad warmes Wasser sowie das Holzschnitzellager. Die Gebäude des Schulhügels sind über das etwa 500 m lange Nahwärmenetz miteinander verbunden und werden aus der Heizzentrale mit Wärme versorgt. Die Wärme selbst wird aus dem natürlichen und nachwachsenden Brennstoff Holz klimafreundlich erzeugt. Mit dieser umweltfreundlichen und hocheffizienten Nahwärmeversorgung können als Vergleich etwa 100 Einfamilienhäuser mit Wärme versorgt werden.
Speicher und Gaskessel sind zuschaltbar
„Zusätzlich zur Heizzentrale wurden noch zwei kleinere Pufferspeicher, für insgesamt 4.000 Liter Wasser, im Heizungskeller der Realschule errichtet. Bei Bedarf können auch immer noch die bereits bestehenden „alten“ Heizkessel in den Schulgebäuden zugeschaltet werden“, erklärt Sebastian Horn, technischer Projektleiter bei der SWK.
Die Zusammenarbeit mit der SWK und den jeweiligen Subunternehmern gestaltete sich sehr positiv und kooperativ. Insgesamt war es eine sehr sportliche Leistung, dass das gesamte Leitungsnetz in den Sommerferien fertig gestellt wurde und die Schulgebäude beziehungsweise die Schulhöfe nach den Sommerferien wieder uneingeschränkt nutzbar waren. Zudem war auch die gue Zusammenarbeit mit dem Ingenieur Büro G-TEC zu nennen, die die europaweite Ausschreibung durchgeführt haben und das Projekt bis zur Vergabeentscheidung begleitet haben.
Ein besonderen Dank geht auch an die beiden Schulleiterinnen, Anja Koch und Renate Setzer, sowie die Hausmeister Marcus Irle und Manfred Kutzer, die die Baumaßnahme trotz diverser Beeinträchtigungen durch zeitweisen Baulärm und Baustellenverkehr immer positiv begleitet haben.
Contractingkonzept der SWK Energie
Die Heizkosten bilden einen der größten Kostenblöcke öffentlicher und sozialer Einrichtungen. Hierfür entwickelt die SWK ganz individuell zugeschnittene Konzepte und übernimmt sämtliche Investitionskosten der Heizungsanlage. „In Hilchenbach haben wir rund 1 Millionen Euro investiert und betreiben nun über einen Zeitraum von 15 Jahren eine innovative und umweltfreundliche Nahwärmeversorgung, mit dieser eine hohe CO2-Einsparung verbunden ist“, sagt Christian Hibbeln, kaufmännischer Projektleiter der SWK.
„Es gibt viele Städte und Gemeinden in denen, ebenfalls wie hier in Hilchenbach, mehrere öffentliche Gebäude in räumlicher Nähe stehen. Wir hoffen, dass das Beispiel „Schulhügel Hilchenbach“ dazu führt, dass wir noch weitere Lösungen zur Energiewende vor Ort in den Städten und Gemeinden umsetzen können und mit unseren umweltfreundlichen Nahwärmeversorgungen einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz leisten“, so Christian Hibbeln weiter.
„Eins ist uns allen im Jahr 2018 bewusst geworden: Der Klimawandel kommt mit Wucht auf uns zu. Nach monatelanger Trockenheit spürt selbst das sonst so verregnete Siegerland, was es bedeutet, wenn das lebensnotwendige Nass nicht mehr vom Himmel fällt, und wir bis tief in den November hinein Temperaturen wie sonst manchmal im Frühsommer haben. Wir sollten unseren Beitrag zur Reduzierung der Treibhausgase leisten, um uns von unseren Kindern nicht irgendwann einmal sagen zu lassen, dass wir nichts gegen den Klimawandel getan haben. Die Stadt Hilchenbach hat mit der Realisierung der Nahwärmeversorgung auf dem Schulhügel wieder einmal ein solches Projekt erfolgreich abgeschlossen und das sogar kostenneutral. Eingespart werden dadurch aber nicht nur rund 300.000 kwh pro Jahr beim Energieverbrauch, sondern etwa 80 % der bisherigen CO2-Belastung für unsere Umwelt“, so Bürgermeister Holger Menzel.
