Glasfaserausbau in Hilchenbach
Damit der Ausbau des Glasfasernetzes in Hilchenbach beginnen kann, müssen genügend Menschen ihre Zusage geben. Im Rahmen einer Veranstaltung von Westconnect in Zusammenarbeit mit der Stadt Hilchenbach haben sich über 300 Zuhörerinnen und Zuhörer informiert und ihre Fragen gestellt.
Über 300 Gäste bei Infoveranstaltung
Zustimmung der Grundstückseigentümer notwendig
Glasfaser ist die Zukunft, Kupfer ein Auslaufmodell. Das machte Heiko Grebe als Regionalmanager von Westconnect jetzt in der Carl-Kraemer-Realschule deutlich. Gut 300 Hilchenbacherinnen und Hilchenbacher waren der Einladung von Westconnect in die Aula nachgekommen, um sich über einen möglichen Ausbau des Glasfasernetzes zu informieren.
Hilchenbachs Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis erklärte, dass die Stadt dankbar für die Zusammenarbeit mit Westconnect ist. „Aber damit wir loslegen können, brauchen wir die Quote“, betonte das Stadtoberhaupt. Und die liegt bei 40 Prozent. Das heißt, mindestens 40 Prozent der Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen müssen ihre Zusage geben. Erst dann wird mit dem Ausbau des Glasfasernetzes begonnen.
Im Stadtkern und in Hadem sowie in Lützel, Grund und Helberhausen beginnt die Vorvermarktung am 1. Dezember. Bis 31. März 2023 haben die Eigentümerinnen und Eigentümer dann die Möglichkeit, ihre Erklärung abzugeben. Während dieser Zeit gehen die Vertriebsmitarbeitende von Haus zu Haus und informieren die Interessenten.
Ist die Prozenthürde geknackt, beginnt nach einer etwa dreimonatigen Planungsphase der Tiefbau. Dazu gab Heiko Grebe die wichtige Information: „Wie der Tiefbauer das Grundstück betritt, verlässt er es auch wieder!“ Im nächsten Schritt stimmt ein Ingenieurbüro die Lage des Anschlusses ab, also die Strecke vom Gehweg über das Grundstück ins Haus. Für diejenigen, die dem Ausbau im Rahmen der Vorvermarktung für Glasfaser entschieden haben, ist die Errichtung kostenlos. Nach dem 31. März müssen Eigentümer etwa 1500 Euro zahlen.
Auch in Allenbach, Dahlbruch und Müsen können Grundstückseigentümer und -eigentümerinnen ihre Erklärung ab 1. Dezember abgeben. Die Hausbesuche und Informationsveranstaltungen beginnen jedoch erst im neuen Jahr. Der Stichtag, zu dem die Quote erreicht werden soll, ist der 30. Juni 2023.
Die klare Botschaft des Abends: Wer sich im Internet bewegt, wird es ohne Glasfaser künftig schwer haben. Streaming, Homeoffice und -schooling, Sprachassistenzen, Telemedizin – um all das gleichzeitig stemmen zu können, wird eine große Bandbreite benötigt. Und die ist mit Kupferleitungen nicht zu erreichen.
„Die Breitbandnachfrage wird in den nächsten fünf Jahren um das fünf- bis sechsfache steigen“, wagte Heiko Grebe einen Blick in die Zukunft. Und während Kupferleitungen endlich sind, ist mit Glasfaser je nach Tarif eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 1000 Mbit pro Sekunde erreichbar – egal wie viele Menschen gleichzeitig im Internet surfen.
Dass das Thema viele beschäftigt, zeigten die zahlreichen individuellen Nachfragen im Anschluss des Vortrags. Wer trotzdem noch unsicher ist oder an der Veranstaltung nicht teilnehmen konnte, kann von Dezember bis März die Beratertage im Rathaus nutzen: jeden ersten Samstag im Monat von 8:30 bis 12:00 Uhr und mittwochs von 15:00 bis 18:00 Uhr.
Zudem sind weitere Bürgerinformationsveranstaltungen geplant. Jeweils um 19:00 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Grund am Mittwoch, 30. November, in der Kapellenschule in Helberhausen am Donnerstag, 1. Dezember, und im evangelischen Gemeindehaus in Lützel am Montag, 3. Dezember. In diesen Stadtteilen besteht die Besonderheit, dass neben der Grundstückseigentümererklärung auch ein E.ON-Highspeed-Vertrag abgeschlossen werden muss, um die gewünschte Quote zu erfüllen, die in diesen drei Ortschaften bei 50 Prozent liegt.
Weitere Informationen und die Eigentümererklärung zum Ausfüllen gibt es auf www.eon-highspeed.com/hilchenbach/.