Glasfaserausbau

Richtfunk läuft aus - Alternativen in Sicht

Die Bereitstellung einer flächendeckenden Breitbandversorgung in den Hilchenbacher Stadtteilen Oechelhausen, Ruckersfeld, Oberndorf, Helberhausen und Grund wird seit dem Jahr 2013 über eine Richtfunkverbindung des Anbieters Goetel sichergestellt.     

Die Firma Goetel hat sowohl die einzelnen Kundenverträge als auch die Funkstandorte fristgerecht gekündigtstellt und stellt den Betrieb des Richtfunknetzes im Raum Hilchenbach zum 31. Dezember 2025 ein. Grundsätzlich sind laut Bundesnetzagentur die sogenannten Universaldienste durch eine stabile LTE-Verbindung abgedeckt. Dazu zählen Telefonie und eine gewisse Mindestleistung in Bezug auf den Internetzugang.

Aufgrund des fortschreitenden, großflächigen Glasfaserausbaus von Westconnect ist in einigen der betroffenen Stadtteile bereits jetzt Glasfaser verfügbar, sodass das Auslaufen der Richtfunkverbindung unproblematisch ist. Dies gilt für die beiden Ortsteile Grund und Helberhausen.

Der gesamte Ortsteil Oberndorf sowie vereinzelte Adressen in den anderen Hilchenbacher Ortschaften werden im Rahmen des kreisweiten geförderten Ausbaus durch Greenfiber an das Glasfasernetz angebunden. Ein Großteil der Trasse ist bereits gebaut. Auch wenn es bei diesem Ausbauprojekt zu Verzögerungen gekommen ist, wird laut Aussage des Netzbetreibers Greenfiber noch bis voraussichtlich Ende Oktober mit Hochdruck an der Fertigstellung von Glasfaserleitungen und Lückenschlüssen gearbeitet. Die Aktivierung des Glasfasernetzes ist bis Ende dieses Jahres geplant.     

Etwas anders sieht es in Oechelhausen und Ruckersfeld aus: In diesen beiden Ortschaften wird der Glasfaserausbau nach jetzigem Stand frühestens ab Frühjahr 2026 im Rahmen der Graue-Flecken-Förderung beginnen können. Kreisweit laufen in diesem Zusammenhang gerade die Vergabeverfahren zur Auswahl des Netzbetreibers. Eine Lösung für die Zeit zwischen dem Auslaufen des Richtfunks der Firma Goetel Ende 2025 und der Fertigstellung und Aktivierung des Glasfasernetzes in Oechelhausen und Ruckersfeld ist daher unabdingbar. Aus diesem Grund sucht die Stadt Hilchenbach nach alternativen Möglichkeiten, um die Zeit bis zur vollständigen Fertigstellung des Glasfaserausbaus zu überbrücken. Ziel ist die Übernahme des bestehenden Richtfunknetzes der Firma Goetel durch einen anderen Anbieter, bis alle Ortschaften in Hilchenbach an das Glasfasernetz angeschlossen sind. Entsprechende Gespräche dazu laufen derzeit sowohl mit interessierten Netzbetreibern als auch mit anderen Institutionen.