Bau eines neuen Rad- und Gehweges in Hilchenbach-Grund 

Radfahren im Kreis Siegen-Wittgenstein soll sicherer und attraktiver werden. Mit dem Neubau eines Rad- und Gehweges entlang der Kreisstraße 31 zwischen Hilchenbach-Grund und Zollposten wird jetzt ein wichtiger Baustein des kreisweiten Radverkehrsnetzes umgesetzt.

Der neue Rad- und Gehweg wird auf einer Strecke von einem Kilometer mit einer Breite von drei Metern angelegt. Die Bauarbeiten haben Ende Mai dieses Jahres begonnen und werden voraussichtlich rund eineinhalb Jahre dauern.  Ausführende Baufirma ist die Hubert Mees GmbH aus Lennestadt. Die Kosten der Baumaßnahme liegen bei rund 2 Millionen Euro.

„Sichere Wege sind eine wichtige Voraussetzung dafür, dass mehr Menschen das Fahrrad im Alltag nutzen. Mit diesem Projekt schließen wir eine wichtige Lücke in unserer Radverkehrsinfrastruktur. Wer zwischen Grund und Zollposten unterwegs ist, soll dies künftig sicher und komfortabel mit dem Fahrrad oder zu Fuß tun können“, sagt Landrat Andreas Müller. „Jeder neue Kilometer Radweg ist eine Investition in Verkehrssicherheit, Klimaschutz und Lebensqualität.“

Die Baumaßnahme entlang der K31 umfasst weit mehr als den eigentlichen Wegebau. Im Zuge der Arbeiten werden rund 1.000 Meter Kanal neu verlegt. Darüber hinaus entsteht auf einer Länge von 280 Metern ein Stützbauwerk zur Hangsicherung, um eine Verbreiterung der Straße für den Radweg zu ermöglichen. Eine durchgängige Leitplanke entlang der Strecke erhöht zusätzlich die Verkehrssicherheit.

„Die Verbreiterung der Straße durch einen Rad- und Gehweg ist besonders auch mit Blick auf die Sicherheit der Schulkinder, die aus dem Dorf in Richtung Bahnhof laufen müssen, eine enorme Verbesserung“, sagt André Jung, Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses, Klimafolgenanpassung des Kreises.

Bild vergrößern: Radweg Grund Andre Jung und Andreas Müller Bild: © Kreis Siegen-Wittgenstein
André Jung (links), Vorsitzender des Bau- und Verkehrsausschusses und Landrat Andreas Müller

Dem Natur- und Umweltschutz wird bei der Umsetzung der Maßnahme ebenfalls eine große Bedeutung beigemessen. Umfangreiche Naturschutz- und Ausgleichsmaßnahmen begleiten die Bauarbeiten und tragen dazu bei, Eingriffe in Natur und Landschaft möglichst gering zu halten.

So wird unter anderem ein zehn Meter breiter Waldrand mit verschiedenen Baum- und Straucharten auf rund 970 Quadratmetern entlang des Radweges angelegt. Auf Kalamitätsflächen rund um die K31 soll auf rund 10.000 Quadratmetern ein Eichen- und Buchenmischwald entstehen. Darüber hinaus werden an dem Stützbauwerk und in den Kanalschächten Kletterhilfen für Amphibien vorgesehen.