Feierstunde zum Tag der Deutschen Einheit

Am vergangenen Samstag feierte die Stadt Hilchenbach als eine von zwei Städen im Kreis Siegen-Wittgenstein den 3. Oktober als Tag der deutschen Einheit. Einen Tag, der Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft miteinander verbindet.

Der kmd als Austragungsort und zugleich "Ort der Begegnung zwischen Jung und Alt" hätte dafür besser nicht sein können, denn wie damals die Bürgerinnen und Bürger aus Ost und Westen zusammenkamen, treffen auch beim kmd die Menschen aller Interessen auf einander. Bei seiner Begrüßung dankte Bürgermeister Kyrillos Kaioglidis zunächst Martin Wittig, dem Bürgermeister der Partnergemeinde Seiffen im Erzgebirge, der jedes Jahr 1000 Kilometer auf sich nimmt, um an der Veranstaltung teilzunehmen. Außerdem warf er einen Blick zurück auf einen der glücklichsten Momente unserer jungen Geschichte und dachte zugleich an zukünftige Tage unserer Gesellschaft: "Eine Mauer kann fallen. Zusammenwachsen dauert seine Zeit und die deutsche Einheit eine langanhaltende Aufgabe."

Als Schüler des Stift Keppel Gymnasiums kennt Ben Stötzel, Jahrgang 2008, den historischen Moment des Mauerfalls und dessen Bedeutung für das Land nur aus dem Geschichtsunterricht und aus Erzählungen. An den Worten "Einigkeit", "Recht" und "Freiheit" zeigte er eindrucksvoll auf, dass man den Fall der Mauer nicht nur als Rückblick verstehen, sondern sich auch für die Zukunft etwas mitnehmen sollte.

Als Gastrednerin war die Politikerin Madeleine Henfling aus Illmenau in Thüringen angereist. Geboren im Jahr 1983, aufgewachsen im Überwachungsstaat der DDR und in den sogenannten "Baseballschläger-Jahren", berichtete sie von ihrer Jugend und der aktuellen Lage in Ostdeutschland.

Bild:© Stadt Hilchenbach

Umrahmt und mitgestaltet wurde die Veranstaltung musikalisch vom Dahlbrucher Chor DaChor. Die Männer und Frauen hatten für diesen Anlass die Lieder "Laut sein", "Bella ciao" und "Thank you for the music" einstudiert.