Politische Bildung auf Gedenkstättenfahrt nach Berlin

Fünf Tage voller Geschichte, Begegnungen und Diskussionen: Vom 19. bis 23. Oktober war eine Gruppe von 20 Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit dem Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach auf Gedenkstättenfahrt in Berlin. Gefördert wurde die Fahrt vom Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e.V. und dem Land Nordrhein-Westfalen. 

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Auf dem Programm standen Orte, an denen deutsche Geschichte greifbar wird: der Reichstag, das jüdische Viertel in Berlin-Mitte, das Olympiastadion, die Gedenkstätte Deutscher Widerstand, die Gedenkstätte Plötzensee, das Museum Blindenwerkstatt Otto Weidt, der Tränenpalast und die Gedenkstätte Berliner Mauer. Dort kam die Gruppe auch mit dem Zeitzeugen Hans-Joachim Tillemann ins Gespräch – für viele der eindrücklichste Moment der Woche.

Dass Geschichte an den authentischen Orten stärker wirkt als in der Schule, wurde in der Abschlussrunde immer wieder deutlich. Die Jugendlichen setzten sich mit Verfolgung und Widerstand im Nationalsozialismus ebenso auseinander wie mit der deutschen Teilung und zogen Verbindungen zur Gegenwart:
„Ich nehme mit, dass Widerstand leisten schwer ist. Man kann aber ziemlich schnell mit ganz kleinen Handlungen etwas machen", sagte eine Teilnehmerin.
„Ich nehme aus Berlin mit, dass hinter Geschichte und Zahlen wirklich Menschen stecken. Es ist wichtig für unser demokratisches Land zu kämpfen", ergänzte eine andere Teilnehmerin.

Auch das Leitungsteam um Heike Kühn und Pascal Müller zieht eine positive Bilanz. Die Gruppe ist im Laufe der Woche eng zusammengewachsen und hat sich offen und engagiert auf die Themen eingelassen. „Die Hoffnung ist noch lange nicht verloren“, so das Fazit aus dem Team. „Das ist eine super Generation, die sich engagiert, die sich bildet, die mitmacht", sagt die Mitarbeiterin Tina Klein.

Das Kinder- und Jugendbüro der Stadt Hilchenbach dankt dem Kreisjugendring Siegen-Wittgenstein e.V. und dem Land Nordhrein-Westfalen für die Förderung, die diese Fahrt möglich gemacht hat. Im nächsten Jahr geht die Reise in den Herbstferien vom 25. bis zum 29. Oktober zu Gedenk- und Erinnerungsorten nach Hamburg.