Informationen zum Ausschreibungsergebnis für die Abfallbeseitigung von 2015 bis 2020
Gutes Ausschreiungsergebnis: Neue Angebote ab Januar 2015
Der Vertrag über die Entsorgungsleistungen in der Stadt Hilchenbach mit der Firma SITA Mitte GmbH & Co. KG mit Sitz in Dillenburg läuft zum 31. Dezember 2014 aus. Die Stadt Hilchenbach hat daher die Abfallbeseitigung im Rahmen eines EU-weiten Vergabeverfahrens, aufgeteilt in 4 Lose, für den Zeitraum vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2020 neu ausgeschrieben.
6 Firmen haben ein Angebot abgegeben, einige davon nur für das Los „Übernahme und Verwertung von kommunalem Altpapier“. Das Gesamtentgelt für die wirtschaftlich günstigsten Angebote für die Vertragslaufzeit von 6 Jahren beträgt rund 1,8 Millionen Euro, also pro Jahr rund 300.000 Euro.
Aufgrund des Ausschreibungsergebnisses hat der Rat der Stadt Hilchenbach am 21. Mai 2014 beschlossen, die Sammlung und den Transport von Restabfall, Bioabfall und Altpapier, die Sammlung und Transport von Sperrmüll und E-Schrott und Sammlung sowie den Transport und die Verwertung von Ast- und Strauchwerk weiterhin an die Firma SITA Mitte GmbH & Co. KG mit Sitz in Dillenburg zu vergeben. Der Vertrag verlängert sich nach 2020 einmalig um ein Jahr, wenn er nicht von der Stadt Hilchenbach neun Monate vor Ablauf der jeweiligen Laufzeit gekündigt wird.
Des Weiteren hat der Rat der Stadt Hilchenbach beschlossen, die Übernahme und Verwertung von Altpapier an die Firma WEKO Wertstoffkontor GmbH mit Sitz in Buttlar für den gleichen Zeitraum, also vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2020, zu vergeben. Der Vertrag verlängert sich unter der gleichen Bedingung ebenfalls einmalig um ein Jahr.
An der derzeitigen Verfahrensweise bei der Müllsammlung ändert sich dennoch nichts, denn das Altpapier wird weiterhin von der Firma SITA eingesammelt und anschließend auf einem Umschlagplatz in Siegen zwischen gelagert. Die Firma WEKO holt das Altpapier von dort ab und verwertet es.
Nur geringe Gebührenerhöhung notwendig!
Proberechnungen zur Gebührenentwicklung belegen, dass die Stadt Hilchenbach ein gutes Ausschreibungsergebnis erzielen konnte. Danach können die Leerungsgebühren unverändert bleiben. Die Grundgebühren für Rest- und für Bioabfall müssten leicht von 13 Euro auf 16 Euro jährlich angehoben werden.
Für den Durchschnitts-4-Personen-Haushalt bedeutet dies, dass die Gebühren für die Abfallbeseitigung von 238,80 Euro auf 250,80 Euro ansteigen. Dieser Anstieg würde somit 25 Cent pro Person im Monat bedeuten. Eine entsprechende Anpassung der Gebühren wäre vom Rat der Stadt Hilchenbach zu beschließen.
Neu: Kleinere Tonnen im Angebot!
Den geringen Mehrkosten steht als neues Angebot gegenüber, dass ab dem 1. Januar des nächsten Jahres 120 Liter-Behälter für Rest- und Bioabfall neu eingeführt werden. Haushalte mit einer oder zwei Personen können die kleinere Tonne wählen und bei der Stadtverwaltung beantragen. Die Entleerungsgebühr der 120 Liter Rest- und Biomülltonne wird entsprechend dem geringeren Volumen gegenüber der zurzeit genutzten 240 Liter Tonne reduziert und bietet so die Möglichkeit bei den Gebühren zu sparen.
Der Entleerungsrhythmus für die Restmüllabfuhr ist weiterhin vierwöchentlich und für die Biomüllabfuhr weiterhin zweiwöchentlich.
Zum 1. Januar 2015 kann sich jeder Grundstückseigentümer auch eine oder mehrere, blaue 240 Liter-Tonnen für Altpapier bei der Stadt Hilchenbach bestellen. Diese werden von der Firma SITA alle 4 Wochen geleert. Nutzer sparen sich für die Altpapierentsorgung also den Weg zu den Containerstandorten. Die Kosten sind in die Grundgebühr einkalkuliert.
Die Stadtverwaltung davon ausgeht, dass dieses neue Angebot rege in Anspruch genommen wird. Daher wird gleichzeitig die Anzahl der Container für Altpapier zum 1. Januar 2015 an den 27 festen Standplätzen im Stadtgebiet verringert, so dass dann jeweils noch einer vorhanden sein wird.
Während also für die Entsorgung von Altpapier sowie Bio- und Restmüll lediglich neue Angebote für die Haushalte hinzukommen, ändert sich bei der Sperrmüll- und Elektroschrottentsorgung sowie der Astwerkabholung für die Hilchenbacher Bürgerinnen und Bürger nichts.
Entsprechend positiv sieht der Bürgermeister das Ergebnis der Neuausschreibung der Abfallentsorgung: „Wir können unser Angebot entsprechend der Wünsche unserer Bürger durch die kleineren Tonnen verbessern, obwohl die Kosten nahezu unverändert bleiben.“