Stadt Hilchenbach informiert zum Katastrophenschutz
Der Orkan Kyrill, der in Böen Windgeschwindigkeiten bis zu 225 km/h erreichte, beeinträchtigte am 18. Januar 2007 auch im Siegerland und Wittgenstein wie in weiten Teilen Europas das öffentliche Leben. Er verursachte Schäden in Deutschland in Höhe von etwa 5,5 Milliarden Euro. Eine Folge war ein Stromausfall
Eine verheerende Hochwasserkatastrophe hat bereits im Frühsommer 2013 nach Wochen langem Regen ganze Landstriche in Süd-, Ost- und Norddeutschland heimgesucht. Ortschaften verschwanden bis zu den Dächern der Häuser in den Fluten. Zehntausende Einsatzkräfte und Freiwillige kämpften mit Sandsäcken gegen das Wasser. Dörfer und Stadtteile mussten evakuiert werden und die Menschen konnten nur das Nötigste mitnehmen.
Katastrophen gehören zum Leben dazu
Fast täglich wird über Katastrophen und größere Schadensereignisse in den vielfältigen Medien berichtet und alle nehmen die Bilder von Zerstörung und Leid wahr.
Dabei gibt es nicht nur die großen Katastrophen, die ganze Landstriche für lange Zeit betreffen. Ein starker Sturm oder örtlicher Starkregen, wie zum Beispiel bei der Ahrtal-Flut am 14. Juli 2021, oder ein Brand, wie zum Beispiel in der Telekom in Siegen mit Komplettausfall der Telekommunikation am 21. Januar 2013, können für jeden Menschen und jede Familie eine ganz persönliche Katastrophe auslösen, die zu bewältigen ist.
Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe hat dazu einen Ratgeber entworfen, der für die Notfallvorsorge und das richtige Handeln in Notsituation informiert. „Nehmen Sie sich die Zeit, über Ihre persönliche Notfallplanung nachzudenken. Diese Broschüre soll Ihnen helfen, Ihren persönlichen Notfallplan zu entwickeln“, weist Marco Helmer von der Ordnungsbehörde der Stadt Hilchenbach die Bevölkerung darauf hin.
Außerdem können interessierte Bürgerinnen und Bürger eine persönliche Checkliste erstellen, um im Falle einer Katastrophe wie Hochwasser, Stromausfall oder Sturm für Unvorhersehbares gerüstet zu sein.
Denn oft besteht die Gefahr, dass zum Beispiel Lebensmittel nur noch schwer zu bekommen sind. Um diesem vorzubeugen, sollte es einen ausreichenden Vorrat zu Hause geben. Marco Helmer macht darauf aufmerksam: „Ihr Ziel muss es sein, zehn Tage ohne Einkaufen überstehen zu können. Die Lösung liegt in Ihrer Verantwortung. Ob und wie viel Sie vorsorgen, ist eine persönliche Entscheidung.“ „Hamster-Käufe“ sollten allerdings nicht erfolgen, sondern Ziel ist das gutgeplante Anlegen von Vorräten.
Beide Broschüren sind kostenlos in Kürze auch im Rathaus der Stadt Hilchenbach für die Bevölkerung erhältlich.
NINA-WARN-APP
Weiter möchte die Stadt Hilchenbach noch eine Information zu einer nützlichen Handy-Warn-App bekanntgeben:
Mit der kostenlosen Notfall-Informations- und Nachrichten-App des Bundes, kurz NINA genannt, erhalten Bürgerinnen und Bürger wichtige Warnmeldungen des Bevölkerungsschutzes, der Polizei, der Feuerwehr und Behörden für unterschiedliche Gefahrenlagen, wie zum Beispiel Gefahrstoffausbreitung oder einen Großbrand. Wetterwarnungen des Deutschen Wetterdienstes und Hochwasserinformationen der zuständigen Stellen der Bundesländer sind ebenfalls in die Warn-App integriert. „Die passende App finden Sie in Ihrem iOS- oder Android-Store“, so Marco Helmer.
Für Fragen im Bereich Katastrophenschutz steht Marco Helmer aus der Ordnungsbehörde für weitere Informationen unter der Telefonnummer 02733-288-214 gerne zur Verfügung.